Blog

Blog, die Kurzform des ursprünglichen Weblogs (Englisch: web log), bezeichnet eine Art Tagebuch des Verfassers. Auf ihm können von persönlichen Eindrücken des Verfassers im Sinne eines Tagebuchs bis hin zu themenspezifischen Textsammlungen Nachrichten des Verfassers direkt ins Netz gestellt werden. Als Kommunikationsmittel bietet das Blog zum einen den Vorteil, ständig für eine theoretisch unbegrenzte Nutzergruppe Nachrichten zu veröffentlichen. Zum anderen kann ein Blog über aktuelle Themen im Sinne von „Kurznachrichten“ informieren oder über den Status eines Projekts berichten. Auch hier kann mittels der Kommentarfunktion direkt mit Lesern kommuniziert werden. Ein Blog kann als eigenständige Webseite konzipiert sein oder in eine bestehende Webseite integriert werden.

Content Management System

Ein Content Management System (CMS) stellt die Oberfläche für das sogenannte Backend einer Internetseite zur Verfügung. Es ermöglicht dem Verfasser von Texten an einer Webseite, schnell und einfach Inhalte an zuvor definierten Stellen der Webseite einzufügen, ohne dass dieser über Programmierkenntnisse verfügen muss. Ein gutes CMS wird bei Erstellung der Webseite durch einen Programmierer so eingestellt, dass der Betreiber der Webseite auch ohne Administratorenrechte, und damit mit dem Potential Schaden anzurichten, Inhalte auf die Webseite stellen kann. Zahlreiche CMS bieten zudem den Grundstein der eigentlichen Programmdateien einer Webseite an und integrieren so die verschiedenen Komponenten. Bekannte kostenfreie CMS sind zum Beispiel Typo3, WordPress und Joomla.

Doppelter Content

Mit Duplicate Content, auf Deutsch doppelter Content oder duplizierter Content genannt, bezeichnet man identische Webinhalte auf mehreren Webseiten. Da Suchmaschinen einzigartige Inhalte auf ihren Ergebnislisten zeigen wollen, um dem User möglichst viele relevante Suchergebnisse aufzuzeigen, werden Webseiten mit doppeltem Content negativ bewertet oder ganz aus dem Index gelöscht.

Doppelter Content kann zum Beispiel dadurch entstehen, dass Texte schlicht von anderen Webseiten kopiert werden und als eigene ausgegeben werden. Solche Täuschungsversuche, die das Urheberrecht verletzen, werden von Google und Co. bestraft, indem die betroffenen Webseiten aus deren Index verbannt werden.

Doppelter Content kann auch ohne Täuschungsabsicht entstehen, wenn beispielsweise verschiedene URL-Pfade auf den gleichen Inhalt verlinken. Eine Druckversion einer Webseite wird streng genommen ebenfalls als doppelter Content bezeichnet.

Abhilfe kann hier in der robots.txt-Datei erfolgen, die den Robotern der Suchmaschinen (im Fall Google ist es der Googlebot) anweist, eine bestimmte URL oder die Druckversion einer Webseite mit identischem Inhalt nicht in den Suchindex aufzunehmen.

Eine weitere Möglichkeit, doppelten Content auf der eigenen Webseite zu vermeiden ist eine Weiterleitung. Haben sich die URL-Pfade aufgrund einer Neustrukturierung einer Webseite oder einer Umstellung auf ein Content Management System geändert, sollten alle alten Pfade mit einer sogenannten 301-Weiterleitung auf die aktuellen URL-Pfade umgeleitet werden. Auf diese Weise gehen auch keine Backlinks, die auf die entsprechenden Seiten verweisen, verloren.

Wenn eine Webadresse sowohl mit dem Zusatz „www“ als auch ohne zu erreichen ist, liegt ebenfalls doppelter Content vor. Webadministratoren und Programmierer sollten auch hier eine Umleitung einrichten. Bei den Google Webmaster-Tools kann außerdem die bevorzugte Domain angegeben werden.

Keyword

Als Keywords, auf Deutsch Schlüsselbegriff, werden bestimmte Begriffe in Online-Texten bezeichnet, die den Suchanfragen von Internetusern entsprechen. Ziel eines keyword-optimierten Online-Textes ist es, die Keywords so in den Text einzubauen, dass dieser bei Suchanfragen, die das entsprechende Keyword enthalten bestmögliche Platzierungen im Suchergebnis erreicht.

Entscheidend für den Erfolg ist die Auswahl der passenden Keywords. Schlagworte, die bereits von vielen Konkurrenten erfolgreich genutzt werden, versprechen nicht die besten Ergebnisse. Eine Keyword-Kombination aus mehreren Wörtern (Longtail-Keywords) erzielt oftmals bessere Platzierungen in der Trefferliste der Suchmaschinen. Jedoch müssen Keywords auch tatsächlich mit den Suchanfragen der gewünschten Zielgruppe übereinstimmen. Ein schlecht gewähltes Keyword spricht entweder eine falsche Zielgruppe an oder wird nicht häufig genug gesucht.

OnPage-Optimierung

Die sogenannte OnPage-Optimierung ist ein wichtiger Baustein der Suchmaschinenoptimierung. Im Gegensatz zur OffPage-Optimierung bezeichnet man damit Optimierungsmaßnahmen auf der Webseite selbst. Ziel ist es die Programmierung, das Webdesign und den Content einer Webseite gemäß den Standards des W3C sowie den Qualitätsrichtlinien von Google zu optimieren.

Eine fehlerfreie technische Umsetzung, nutzerfreundliches Webdesign und gut strukturierte, barrierefreie Inhalte sind das A und O einer Optimierung. Inhaltlich sollten Texte einzigartig und informativ sein, die wichtigsten Keywords für eine gute Auffindbarkeit beinhalten sowie einen echten Mehrwert für den Leser haben.

Weiterhin begünstigen gute Title Tags (Seitentitel) und Meta Descriptions (Beschreibung der Homepage und der Unterseiten) das Ranking einer Webseite. Auch die Einrichtung bzw. die Optimierung interner Verlinkungen, die richtige Einbindung von Bildern (inkl. Alt- und Title-Tags), eine Sitemap und eine robots.txt-Datei mit korrekten Angaben zählen zur OnPage-Optimierung.

PageRank

Der PageRank – oftmals auch Page Rank genannt – ist ein Suchmaschinen-Algorithmus, der von den Google-Gründern Larry Page und Sergey Brin 1996 an der Stanford University in Kalifornien entwickelt wurde. Der Algorithmus wurde nach Larry Page, dem aktuellen CEO des Unternehmens Google Inc., benannt.

Der PageRank war eine bedeutende Innovation zur Bewertung von Webseiten. Der PageRank-Algorithmus bewertete Webseiten anhand ihrer Linkpopularität. Die Linkpopularität war entscheidend für die Positionierung einer Webseite in den Suchergebnislisten. In die Bewertung einer Webseite floss zum einen die Anzahl der eingehenden Links auf eine Webseite ein. Gleichzeitig wurden Links von Webseiten, die selbst viele eingehende Links aufwiesen, als wertvoller gewichtet. Die Anzahl der Links und deren Qualität bestimmten die Reihenfolge der Webseiten in Suchmaschinenergebnissen.

Auch heute noch gibt der PageRank als Messskala von 0 bis 10 Auskunft über die Linkpopularität und Gewichtung einer Webseite. Allerdings wurde der Algorithmus von Google im Laufe der Jahre immer mehr verfeinert. Der PageRank ist deshalb nur noch einer von vielen Faktoren, die zur Bewertung einer Webseite herangezogen werden.

Da die Studenten Larry Page und Sergey Brin den PageRank-Algorithmus im Rahmen ihrer Dissertation an der Stanford University erfunden haben, liegt das Patentrecht bei der Universität und nicht bei Google Inc. Im Jahr 2011 läuft das Patent nach 15 Jahren aus.

Wie hoch der PageRank einer Internetseite ist kann mit diversen kostenlosen Online-Tools ermittelt werden.

Suchmaschinenoptimierung (SEO)

SEO ist die Abkürzung für Search Engine Optimization, auf Deutsch Suchmaschinenoptimierung.

Ziel einer Suchmaschinenoptimierung ist es, die Position einer Webseite durch gezielte Maßnahmen in den Suchergebnissen zu verbessern. Konkret bedeutet dies, dass eine Webseite bei Eingabe bestimmter Suchbegriffe die ersten Plätze in der Trefferliste erreicht.

Suchmaschinen ermitteln die Relevanz einer Webseite und damit die Position, die eine Webseite in den Suchergebnissen erreicht, anhand von mehreren hundert Faktoren. Besonders wichtig sind so genannte Backlinks, Verlinkungen von anderen Webseiten auf eine Seite. Doch nicht jeder Link ist gleichwertig und befördert eine Webseite in der Trefferliste nach oben. Laut Google sind „die besten Linktypen […] solche, die aufgrund der hohen Qualität Ihres Contents auf Ihre Website verweisen.“ Neben technischen Aspekten ist deshalb der Content das wichtigste Kriterium bei der Suchmaschinenoptimierung.

Mit aktuellen, einzigartigen und informativen Inhalten können gute Positionen in den Suchergebnissen erreicht und wertvolle Backlinks generiert werden. Gleichzeitig sollten Online-Texte bestimmte Schlüsselwörter (Keywords) enthalten, die nicht nur möglichst viele Besucher auf die Seite bringen, sondern insbesondere die eigene Zielgruppe. Bei der Auswahl der passenden Keywords sollte deshalb vorab analysiert werden, welche Nutzer angesprochen werden sollen und nach welchen Begriffen diese Nutzer suchen. Ein suchmaschinenoptimierter Text (SEO-Text) ist auf die Keywords optimiert, die den häufigsten Suchanfragen der eigenen Zielgruppe entsprechen. Hart umkämpfte Keywords, die bereits auf Webseiten von Konkurrenten genutzt werden versprechen allerdings wenig Erfolg. Kombinationen aus zwei oder drei Wörtern sind oftmals effektiver. Um die richtigen Keywords für einen erfolgreichen SEO-Text zu finden, muss daher neben der eigenen Zielgruppe immer auch die Konkurrenz analysiert werden.

Da Suchmaschinen Text lesen sollten Bilder mit so genannten ALT-Attributen im html-Code versehen werden. Mit sinnvollen Dateinamen und Beschreibungen erreichen Bilder und Grafiken bei der Google Bildersuche gute Ergebnisse.

Voraussetzung für eine erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung sind jedoch eine technisch einwandfreie Programmierung, eine benutzerfreundliche Struktur sowie sinnvolle interne Verlinkungen.

Traffic

Der englische Begriff Traffic (auf Deutsch Verkehr) bezeichnet im Allgemeinen den Datenverkehr in Computernetzwerken. Im Zusammenhang mit Suchmaschinenoptimierung (SEO) wird Traffic mit den Besucherströmen auf einer Webseite gleichgesetzt. Zu den Besucherzahlen werden neben menschlichen Internetusern auch Webcrawler und Bots mitgezählt. Anhand von Traffic-Daten kann die Nachfrage einer Webseite über einen längeren Zeitraum gemessen, analysiert und mit gezielten Maßnahmen gesteigert werden.

Ein Ziel der Suchmaschinenoptimierung ist die Steigerung von Traffic, also die Steigerung der Anzahl der Besucher auf einer Webseite.

Ein hoher Traffic allein lässt jedoch keine Rückschlüsse auf die Qualität einer Webseite schließen. Nicht zu vernachlässigen sind die durchschnittliche Verweildauer und die Anzahl der Seitenaufrufe der jeweiligen Besucher. Denn je länger Besucher auf einer Internetseite verweilen und je mehr Unterseiten im Durchschnitt angeklickt werden, desto interessanter und hochwertiger ist der Inhalt einer Webseite.